Die Lebensreise von Thomas Gsteiger

Leben 1.0, 2.0, 3.0 – meine Reise vom Papierkorb zum Licht
Ein persönlicher Rückblick auf über 50 Jahre. Besser tagsüber lesen, er kann aufwühlen. Und am besten mit einer Tasse Tee.
Ich werde oft gefragt, wie ein Informatiker dazu kommt, mit Emotionscode, BodyCode und Trance Healing zu arbeiten. Die kurze Antwort steht in meinem Portrait. Die lange steht hier.
Sie ist nicht gerade, diese Geschichte. Sie hat Kurven, Stürze, ein paar Sackgassen und einige Momente, für die ich bis heute keine Worte habe. Ich erzähle sie trotzdem, weil ich glaube, dass sich viele Menschen darin wiederfinden. Wer gerade selbst mitten in einer Krise steckt, darf hier lesen: Es geht weiter. Und manchmal wird es danach heller als je zuvor.

Leben 1.0 – Der Sucher
Beinahe ein König
Ich kam am ersten Sonntag im Jahr 1974 in Bern zur Welt, am Dreikönigstag. Juhui, das Leben 1.0 hatte begonnen. Herzdank an meine Mutter und meinen Vater und an alle, die in den ersten Stunden und Tagen da waren.
Ich wuchs in Muri-Gümligen auf, in einer handwerklich und musikalisch geprägten Familie, mit einem Bruder, einer Cousine, die einige Jahre bei uns lebte, mit Haus und Garten. Eine ziemlich heile Welt.
Schon als Kleinkind suchte ich überall nach der versteckten Wahrheit. Ich fing im Papierkorb meiner Eltern an und machte im Bücherregal weiter. Ich wollte wissen, was hinter den Dingen steckt. Das hat sich bis heute nicht geändert, nur die Papierkörbe sind andere geworden.
Rennrad, Pfadi und House-Musik
Als Jugendlicher war ich glücklich draussen: in der Pfadi, auf der Judomatte, auf dem Snowboard und vor allem auf dem Rennrad. Ich fuhr Radrennen mit Leidenschaft und Ehrgeiz.
Meine Lehre als Elektroniker machte ich in einem Betrieb, der der Lehre von Rudolf Steiner nahestand. Die Weltanschauung war mir fremd, trotzdem fühlte ich mich dort gesehen und wohl. Vielleicht war das ein erster leiser Samen. Ich programmierte, fuhr Rennen, besuchte die BMS, hörte House und tanzte in jeder freien Nacht in den Discos.
Spiritualität interessierte mich nicht. Ich machte höchstens etwas autogenes Training, um mich nach den Rennen schneller zu erholen. Dann war da noch dieses Hypnosebuch. Bei einer Übung spürte ich plötzlich meinen Körper nicht mehr, und die Stimmen aus der Küche klangen, als kämen sie aus weiter Ferne. Das machte mir Angst. Das Thema Hypnose kam vorerst in die Schublade. Vorerst.

Leben 2.0 – Der Funktionierende
Der Unfall
Im Frühling 1995 war ich 21 und wenige Wochen vor der Lehrabschlussprüfung. An einem mehrtägigen internationalen Mountainbike-Anlass war ich für die Zeitmessung zuständig, mit meiner selbst geschriebenen Software. Ich war stolz darauf.
Dort verunglückte ich schwer. Ich hatte ein Nahtoderlebnis.
Ich hatte sehr, sehr viel Glück. Es folgte ein Jahr Rehabilitation. Jung, voller Kraft und Tatendrang stand ich danach wieder auf und schloss meine Lehre ab. Leben 2.0 hatte begonnen.
Was dieses Erlebnis wirklich bedeutete, verstand ich erst 18 Jahre später.
Vollgas
Danach lief das Leben auf der Überholspur. Ich versuchte es an der Ingenieurschule, machte Weiterbildungen und stieg ins Berufsleben ein. Ein paar Jahre später war ich glücklich binational verheiratet und arbeitete als VIP-Supporter im Bundeshaus. Dann wechselte ich den Hut und wurde Systemberater und Teilhaber einer Firma im Aussendienst. Bald kam unsere Tochter zur Welt, bis heute eines der grössten Geschenke meines Lebens.
Neben Familie und verantwortungsvollem Beruf begann ich berufsbegleitend das Studium zum Dipl. Techniker HF Informatik.
Von aussen sah alles nach Erfolg aus. Innen wurde es immer leiser. Mein Herz wurde immer verschlossener.
Das Wort, das ich googelte
Ich lebte fast nur noch für die anderen. Tagsüber nutzte ich autogenes Training, um durchzuhalten. Irgendwann googelte ich, was eigentlich ein Burnout ist. Dass ich selbst betroffen sein könnte, kam mir nicht im Geringsten in den Sinn.
Auf Anraten einer Bekannten und ziemlich widerwillig (ich wollte ja alles selber schaffen) besuchte ich eine ältere indische Medizinfrau. Ihre Behandlungen waren mir fremd und ehrlich gesagt etwas peinlich. Aber sie halfen. Über mehr als ein Jahr schaukelte ich mich, fast wöchentlich gestärkt, durch mein Leben.
Und es wurde noch turbulenter.
Scheidung und eine merkwürdige Fügung
Die Ehe ging auseinander. Es begann eine zermürbende Zeit. Ich schloss das HF-Studium noch erfolgreich ab. Irgendwann hörte ich auf, selbst zu kämpfen, und nahm mir erschöpft einen Anwalt.
Dann geschah eine dieser Fügungen, an die ich heute glaube. Ohne es zu wissen, sass ich vor demselben Menschen, der über 15 Jahre zuvor als junger Anwalt in einer anderen Kanzlei die Akten zu meinem Unfall bearbeitet hatte. Ein Kreis, der sich schon damals andeutete.
Als die Scheidung durch war, fühlte sich das erlösend und befreiend zugleich an.
Tanzen als Rettungsring
Ich wechselte die Stelle und wurde leitender Informatiker. Was für ein Gefühl! Das Umfeld war jedoch turbulent, und die folgenden Jobs wurden nicht ruhiger.
Was mich durch die Wochen trug, war das Tanzen. Seit 2011 sind die 5 Rhythmen fester Teil meines Lebens. Am Wochenende tanzte ich mir frei, was die Woche angestaut hatte. Dabei lernte ich mich neu kennen, als liebenswerten Mann, als Mensch mit einem Körper, der fühlt und nicht nur funktioniert. Daneben entdeckte ich Tantra, Quanten-Yoga und Rohkost und hörte zum ersten Mal mit Rauchen auf.
Erst als ich aufhörte, mich gegen alles zu stemmen, begann ich die Geschenke in dieser schweren Zeit zu sehen.

Leben 3.0 – Das Licht
Eine Sommernacht 2013
Im Sommer 2013 durfte ich im Beisein einer Frau etwas erleben, das ich bis heute kaum beschreiben kann. Ich tauchte in eine Welt ein, die frei von Schatten war, eine Welt, zu der der Verstand keinen Zugang hat.
Alles war eins.
Wochenlang lebte ich danach mit voller Energie, wie in einer anderen Welt. Nichts war mehr wie früher. Und gleichzeitig hatte sich nichts verändert.
Im selben Monat erlebte ich eine sichtbare körperliche Spontanheilung. Sie hing direkt mit meinem Unfall von 1995 zusammen. Plötzlich bekam das Nahtoderlebnis aus meiner Jugend einen tieferen Sinn. Ein Kreis schloss sich.
Ich war fasziniert und überfordert zugleich. Ich wusste nicht, was mir geschah, und traute mich auch nicht, darüber zu sprechen. Mit wem auch?
Leben 3.0 – willkommen.
Hundert Bücher und ein naiver Ritter
Ich wollte nun alles verstehen. In den folgenden Jahren las ich über 100 Bücher. Ich sog alles auf, was mir bisher fremd gewesen war. Zum ersten Mal fand auch ein Band der Anastasia-Reihe zu mir. Damals war er mir noch zu mystisch, wie fast alles Neue.
Voller Licht und voller Eifer wollte ich dann die Welt retten. Ich begann, Systeme, Strukturen und Abläufe in allem zu hinterfragen, worin ich mich bewegte, und dagegen anzugehen.
Das war, sagen wir es freundlich, nicht meine klügste Idee.
Nicht alle freuten sich über meinen Eifer. Ich lernte, dass es Gegenwind gibt, wenn man mit einem zarten, frischen Licht ungestüm in fremden Gärten aufräumen will. Es folgten Jahre mit Stellenwechseln, Stellenverlusten und finanziellen Engpässen. Vieles, was ich tat, war für mein Umfeld nicht nachvollziehbar. Ich fühlte mich wie gefangen auf diesem Weg.
Dazu kamen nächtliche energetische Angriffe, die mich über Monate nicht schlafen liessen. Ich habe alles versucht: das Zimmer umgestellt, zu unterschiedlichsten Zeiten geschlafen, eine Heilmethode nach der anderen ausprobiert. Nichts half.
Und ich wollte die himmlischen Momente von 2013 zurück. Ich übte jahrelang intensiv, aber nichts Vergleichbares kam. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Diese Erkenntnis tat weh.
Die wichtigste Lektion
Aus dieser Zeit habe ich die vielleicht wichtigste Erkenntnis meines Lebens mitgenommen:
Das Licht zu nähren ist viel einfacher, als gegen das Unlicht zu kämpfen.
Ich hörte auf, die Welt retten zu wollen. Ich begann zu begreifen, dass die Spiegel im Aussen auf mein Inneres zeigen. Und huch, da drin gab es viel zu tun. Herzmauern, alte Verletzungen, Ahnenthemen.
Wie sollte ich all das lösen, mit viel Zeit und fast keinem Geld?
Als Informatiker hätte ich es eigentlich wissen müssen: Die meisten Probleme sitzen vor dem Computer, nicht darin.

Die Werkzeuge finden
2017: «Schutzschild hoch!»
2017 lernte ich Dr. Bradley Nelson in der Quelle in Bern persönlich kennen. Am Wochenende darauf sass ich im allerersten Emotionscode-Seminar der Schweiz, in der Nähe von Basel, zusammen mit über hundert Menschen und viel Begeisterung.
Ich erlebte am eigenen Leib, wie sich hartnäckige Themen, die mir unlösbar schienen, unerwartet und blitzschnell auflösten. Endlich ein Werkzeug, mit dem ich selbst an meine Herzmauern und Traumata herankam.
Dann kam das, was ich bis heute «den Knaller» nenne. Wir lernten, gemeinsam ein energetisches Schutzschild zu errichten. Über hundert Menschen mit derselben Absicht. Ein einfaches «Schutzschild hoch» genügte.
Zuhause wurde es ernst. In der nächsten Nacht spürte ich den nächsten Angriff kommen und sagte: «Schutzschild hoch.» Er prallte etwa eineinhalb Meter vor meinem Körper ab. Nur meine Zehen bekamen noch einen kleinen Zwick ab. Nach einigen Wochen hörten die Angriffe ganz auf.
Ich war Feuer und Flamme.
2018: Einer der Ersten
2018 wurde ich einer der ersten zertifizierten Emotionscode-Anwender der Schweiz. Kurz darauf kam der BodyCode dazu. Auch beruflich ging es wieder aufwärts: Ich war wieder als Informatiker im ersten Arbeitsmarkt angekommen.
Dank meiner IT-Erfahrung stand bald eine Website, und meine Blogbeiträge (aus jeder Lebenssituation entstand einer) fanden ihre Leserinnen und Leser. Die Klientinnen und Klienten kamen aus dem Tessin, aus Graubünden, aus Basel und natürlich aus Bern zu mir. Werbung brauchte ich keine.
Erschöpft nach jedem Geben
Etwas bedrückte mich aber weiterhin. Nach jeder Behandlung war ich ausgelaugt. Es dauerte Stunden bis Tage, bis ich mich wieder gemittet fühlte. Warum nur? Ich machte doch alles richtig.
Ich probierte vieles aus. Superfoods und Nahrungsergänzungen milderten die Erschöpfung etwas, das spürte vor allem mein Portemonnaie. Wirklich gelöst war nichts. Es fehlte noch ein Puzzleteil.
Mit Fieber ins Trance Healing
Eine Freundin machte mich auf Trance Healing aufmerksam. Nach langer Recherche fand ich eine Ausbildung, die sich stimmig anfühlte: Intuitives Trance Healing in Sarnen, über mehrere Jahre, zertifiziert durch den Schweizerischen Verband für natürliches Heilen.
Je näher der erste Kurstag kam, desto mulmiger wurde mir. Drei Tage vorher warf mich mein Körper mit Fieber und Schüttelfrost ins Bett. Da lag ich, schwach und hilflos. Eine Stimme in mir wollte absagen. Eine andere flüsterte: Genau dort liegt die Lösung.
Ich dachte, die Prüfungen seien vorbei. (Kleine Randbemerkung aus heutiger Sicht: Sie hören nicht auf. Auf der Lebensspirale wird alles nur feiner.)
Also packte ich vollgepumpt mit Vitaminen am frühen Morgen fiebrig meinen Koffer und fuhr hin. Vom ersten verlängerten Wochenende weiss ich nur noch wenig. Ich schaffte es jeden Morgen knapp pünktlich vom Hotel in den Kursraum.
Am Sonntagabend fühlte ich mich auf unerklärliche Weise pudelwohl. Die Energie floss wieder. Und ich wusste genau, was in meinen Behandlungen gefehlt hatte.
Ich lernte, mich richtig zu verbinden: mit meinem Herzraum, mit dem Herzen der Erde, mit der göttlichen Quelle und mit meinen geistigen Helfern. Und ich lernte, dass ich das bin, was ich schon immer war und immer sein werde.
Seither gehe ich aus Behandlungen genährt statt erschöpft. Emotionscode, BodyCode und Intuitives Trance Healing verbinden sich zu dem, was ich «Ursachen lösen mit Herz» nenne. Das Paket war komplett.
Auch die geistige Welt lernt
Eine kleine Anekdote, die ich gern erzähle: Ich hörte noch einmal mit Rauchen auf, diesmal nicht nur mit Willenskraft, sondern mit Unterstützung der geistigen Welt. Es klappte wunderbar, etwa zwei Wochen lang. Nach einer sehr stressigen Situation war's vorbei.
Ein paar Tage später war der Wunsch wieder da, stärker als vorher. Wieder fand eine Sitzung statt, über Zoom und ohne Worte. Nur mein Wunsch, die Absicht und das Gefühl. Und diesmal hielt es, auch in stressigen Momenten bei der Arbeit oder in Beziehungen.
Auch die geistige Welt lernt also dazu. 😉
Wenn mich heute noch die Lust auf eine Zigarette anfliegt, frage ich mich: Wessen Bedürfnis ist das eigentlich? Meistens ist es gar nicht meines, sondern das der Menschen um mich herum.

Wurzeln schlagen
Anastasia
2023 hatte ich zum ersten Mal alle zehn Bände der Anastasia-Reihe von Wladimir Megre gelesen. Ich habe unzählige Tränen vergossen. Für mich strahlt aus diesen Büchern ein Licht, das ich kaum beschreiben kann. Als Informatiker habe ich ihr sogar eine eigene Webadresse geschenkt: https://anastasia.dersinn.ch.
Einzelunternehmer
Im Mai 2023 habe ich endlich den Schritt gewagt und mich als Einzelunternehmer eintragen lassen. Mein Pensum in der Informatik habe ich über die Jahre von 80 auf 60 und schliesslich auf 50 Prozent reduziert. Heute arbeite ich zur Hälfte als Informatiker an der Universität Bern und zur Hälfte für die Menschen, die zu mir kommen.
Kopf und Herz, Technik und Intuition. Lange dachte ich, ich müsse mich entscheiden. Heute weiss ich: Beides darf sein, und beides nährt sich gegenseitig.
Weiter auf der Spirale
Auch dieses Jahr hat mir wieder gezeigt, dass das Leben nicht geradeaus läuft. Ich habe mir bewusst eine Zeit der Regeneration genommen, unter anderem auf der Schweibenalp. Dabei ist mir klar geworden, dass meine äussere Neuausrichtung eigentlich eine innere ist: alte Etiketten abreissen, Herzmauern wegräumen und neu aufbauen, aus dem, was ich wirklich bin.
Früher dachte ich oft: Ich weiss noch nichts, ich muss zuerst noch dies und das lernen. Heute weiss ich, dass genau das zum Leben gehört. Leben heisst wachsen wie ein Baum, und das geht umso besser, je mehr ich mich ihm hingebe.
Ich habe immer noch meine Themen. Sogar neue Knacknüsse. Und das ist gut so.

Was bleibt
Wenn ich über 50 Jahre auf einen Satz eindampfen müsste, wäre es dieser:
Alles ist bereits in dir. Halte dich ans Licht.
Ich glaube heute, dass meine Erleuchtung 2013 kein Ziel war, sondern ein Anfang. Die eigentliche Arbeit begann erst danach: das Störende lösen, damit das innere Licht Platz hat. Genau das darf ich heute mit anderen Menschen teilen. Ich bin kein Guru und kein Retter, sondern ein Begleiter, der viele Umwege selbst gegangen ist.
Danke allen Menschen, die mich ein Stück begleitet haben, den Frauen, die mich oft entscheidende Schritte weitergebracht haben, meiner Familie, meiner Tochter, meinen Lehrerinnen und Lehrern, den Tänzerinnen und Tänzern und allen, denen ich (noch) nicht begegnet bin.
Und danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, das alles zu lesen.
Schön bist du da.
Herzlicht, Thomas
Mein Klangportrait: die 7x7 Geburi-Compilation. Sie erzählt fast dasselbe wie dieser Text, nur ist die Geschichte auch zum Tanzen und Schmunzeln mit Tiefgang.
Neugierig, wie ich heute arbeite? → Emotionscode, BodyCode & Intuitives Trance Healing in Bern
Meine Lebensreise gibt es in unterschiedlichen Ausführungen
Kurzversion: Portrait
Ausführlicher: Dieser Blogbeitrag
Komplette Lebensreise (PrintedBook, PDF, E-book | In Arbeit) - Auf über 34 Seiten erzähle ich meine Lebensgeschichte
Unzensierte Lebensreise – Limitierte Printversion – Zwei Exemplare (In Arbeit).
DRAFT - Vorschau Umschlagseiten Meine Lebensreise:






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